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Sommerekzem - Informationen und Hilfen

Sobald die Diagnose Sommerekzem gesichert ist, ist man voller Sorge um sein Pferd und stellt sich die Frage, wie das Problem am besten in den Griff zu bekommen ist. Es gibt mindestens so viele Therapieansätze, wie es (z.T. vermutete) Ursachen gibt und bei der Vielzahl an Angeboten wissen viele gar nicht womit Sie anfangen sollen. Die Therapie, oder das Mittel hilft zwar dem einen Pferd, aber nicht zwangsläufig dem eigenen. Wie kann man dieses Überangebot an Vorschlägen, Therapien, Hausmitteln, etc. nun für sein eigenes Pferd lösen.

Passende Pflegeprodukte direkt von Wiemerskamper entwickelt, können Sie online in unserem Shop oder bei einem Händler in Ihrer direkten Umgebung erwerben.

Überzeugen Sie sich vorab von unseren Produkten mit unseren Sommerekzem Fotoberichten!

Sommerekzem?! Das können Sie tun!

Praktisch jeder, der einen Ekzemer hat, hatte, oder kennt, ist vertraut mit den typischen Bildern: Meist in den Monaten April bis Oktober scheuert sich das Pferd am Kopf,an der Mähne, am Bauch, scheuert sich überall und an Allem was es finden kann. Bei manchen Pferden bedeutet es “nur” den Verlust des Langhaars, oder kahle Stellen an Bauchnaht und Kruppe. Bei anderen entwickeln sich offene, entzündete und zum Teil eitrige Stellen. Bei wieder anderen geht es so weit, dass sie in den Sommermonaten kaum, wenn überhaupt, reitbar sind. . . einige landen auch beim Schlachter.


Inzwischen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass es sich beim Sommerekzem um eine allergische Reaktion vom Typ I handelt, d.h. eine Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen von Mückenspeichel. Faktoren wie Haltungsform, Pflege, Herkunft, Futter, Stoffwechselerkrankungen, Mineralhaushalt u.a. können den Verlauf zusätzlich beeinflussen.  


Noch vor Jahren wurde das Sommerekzem hauptsächlich mit den nordischen Rassen und Ponies in Verbindung gebracht. Heute gibt es kaum noch eine Rasse die nicht vom Sommerekzem betrofffen ist. Warmblüter, die früher oft ausschließlich in Boxenhaltung gehalten wurden, stehen heute in Paddockboxen, bekommen ganztägig Weidegang und haben damit auch mehr Kontakt mit stechenden Insekten. Auch diese Pferde werden zunehmend empfindlicher und quälen sich mit den Auswirkungen des Sommerekzems.

Sicherung der Diagnose

  1. Nicht jedes Pferd mit Juckreiz, schuppiger Haut, kahlen Stellen etc. muss auch ein Sommerekzemer sein. Andere Ursachen wie z.B. Milbenbefall, Pilzerkrankungen, Wurmbefall, Haarlinge und andere Parasiten kann man meist problemlos durch den Tierarzt diagnostizieren und behandeln lassen. Sind diese Ursachen ausgeschlossen, halten die Symptome weiterhin an und stimmt auch noch die Jahreszeit, ist der Verdacht, dass es sich um ein Sommerekzem handelt naheliegend.

  2. Aus unserer Sicht ist es auch sinnvoll den Tierarzt um eine Blutuntersuchung zu bitten, um andere Erkrankungen, Störungen von Ausscheidungsorganen und Stoffwechsel weitgehend auszuschließen. Eine Kontrolle des Mineralhaushaltes sollte in diesem Zusammenhang ebenfalls erfolgen, um Ungleichgewichte (z.B. Zink, Kupfer, Mangan, Selen) zu erkennen und notfalls gezielt auszugleichen.

Informationen einholen

Informieren Sie sich über die Krankheit, Ihre Auslöser und Therapiemöglichkeiten. Das Buch Sommerekzem von A. Rüsbüldt bietet z.B. fachlich fundiertes Wissen in gut verständlicher Form.

Allgemeine Empfehlungen sind:

 

  • Magere, trockene Koppel

  • Offene Weiden, ohne angrenzenden Wald, wo es eher windig ist.

  • Keine stehenden Gewässer, Bäche in der Nähe des Stalls, oder der Koppel

  • Weitgehend geschlossener und sauberer Stall

  • Weidemanagement so gestalten, dass das Pferd zu den Dämmerungszeiten (ca. 4:00 bis 9:00 und 16:00 bis 22:00) entweder den Stall selbst aufsuchen kann, oder reingeholt wird

  • zusätzliche Hilfe gegen Insekten in Form von Repellents, feinmaschinge Insektengitter vor den Fenstern, Decken, u.v.m.

  • Für möglichst viel Bewegung sorgen, um den Stoffwechsel zu aktivieren

  • Bedarfsgerecht Füttern

 

Sie werden aber vermutlich schnell feststellen, dass die Meinungen ansonsten oft auseinander gehen. Es gibt nicht DAS Mittel oder DIE Maßnahme, die für alle den gleichen Erfolg bringt, oder auch zu jedem Besitzer und seinem Pferd so wie seiner Haltung passt. Ganz im Gegenteil, manchmal bedarf es wahrer Detektivarbeit um seinen Weg, mit seinem Ekzemer und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln/Umständen zu finden. Zusätzlich finden Sie bei uns auch einige Tipps zur artgerechten Pferdehaltung und Fütterung

Gerne sind wir Ihnen hierzu kompetent und unverbindlich behilflich. Rufen Sie uns an und wir überlegen gemeinsam, was Sie zusätzlich zu unseren Produkten noch tun können, damit Sie und Ihr Pferd unbeschwert durch den Sommer kommen.(Kontakt)

 

Dokumentieren Sie Ihre Erfahrungen und Beobachtungen!

Da Ihr Pferd ein Allergiker ist, kann sich auch immer mal etwas ändern. Entweder es verträgt einen Futterwechsel nicht, reagiert allergisch auf einen Pilz im Heu oder reagiert empfindlich auf ein Insektenschutzmittel....bei Ekzemern und somit Allergikern ist praktisch alles möglich.

Nehmen Sie Veränderungen wahr und notieren Sie sich gegebenenfalls Beobachtungen, die Ihr Pferd betreffen, wie z.B. alle ergriffenen Maßnahmen zur Behandlung und Pflege des Ekzems, Futterwechsel und Impfungen. Interessant könnte aber auch sein, wenn ein neues Pferd in die Herde kommt, die Rangstellung in der Herde, Weidewechsel (Änderung des Bewuchses), Witterung, u.v.m..

Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung und lernen Sie die Bedürfnisse ihres Pferdes kennen. Ihre Notizen helfen Ihnen den Überblick zu bewahren.

Gelegentliche Fotos von den betroffenen Stellen helfen Ihnen Ihre Bemühungen objektiv zu beurteilen. Dadurch können Sie erkennen, ob es im Vorjahr oder sogar -monat besser, oder schlechter ausgesehen hat. Hat man seinen Weg gefunden, freut man sich umso mehr, dass die Fotos von seinem zerkratzen Pferd der Vergangenheit angehören!

 

Womit fangen Sie an, was ist für Ihr Pferd wirklich wichtig und wie können Sie es umsetzen?

Von zahlreichen, betroffenen Pferdebesitzern hören wir immer wieder, dass sie mit der Umsetzung der allgemeinen Pflegeempfehlungen an Grenzen stoßen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie das erste Mal mit dem Thema Sommerekzem konfrontiert sind, oder „schon alles durch“ haben: Die vorhandene Koppel ist feucht und grenzt an einen Wald. Die empfohlene Weidezeit läßt sich nicht realisieren, da man an ein bestehendes Stallmanagement gebunden ist. Den Bach durch die Koppel kann man nicht abschaffen. Ein Stallwechsel ist schlecht möglich, man fühlt sich wohl dort, das Pferd wird dort gut versorgt. Zu teuer, zu aufwendig, zu schwierig...

Oftmals möchte und muss man Kompromisse eingehen. Was kann das für mein Pferd bedeuten und worauf kann ich noch achten? Vielen Pferdebesitzern ist oftmals garnicht klar, was Sie noch jenseits der allgemeinen Empfehlungen tun können, um dem Kratzverhalten Ihres Pferdes entgegen zu wirken. Oftmals verstärken sie das Kratzverhalten ihres Pferdes auch, und erziehen sie ihr Pferd unbewußt zum Kratzen, indem sie es selbst ständig kraulen...

Den ganzen Sommer über tauschen wir uns mit betroffenen Pferdebesitzern aus. Zahlreiche Kunden begleiten wir seit Jahren durch den Sommer und freuen uns, dass wir bei sehr vielen „Wegfindungen“ beteiligt waren und noch immer sind! (Fotoberichte unserer Kunden)

Erwarten Sie ruhig etwas mehr.... nutzen Sie nicht nur unsere Pflegeprodukte, sondern auch unsere Erfahrung für sich und Ihren Ekzemer! (Kontakt zu uns)

 

Wir freuen uns, wenn es auch Ihrem Pferd gut geht!


Herzlichst, Ihre Ute Reher und Team